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11.11.19 atomstopp: Temelin-Turbine zwingt AKW erneut zum Stillstand
Schwankende Außentemperaturen machen dem in die Jahre gekommenen AKW schwer zu schaffen. Währenddessen bereitet der Betreiber CEZ drastische Laufzeitverlängerungen vor. Die österreichische Bundesregierung ist dringend aufgefordert, von der tschechischen Republik eine - wie vom Europäischen Gerichthof kürzlich als zwingend erkannte Umweltverträglichkeitsprüfung - zu verlangen!
Image805 "Einmal mehr musste heute der Block I des AKW Temelin notabgeschaltet werden, Grund dafür waren offensichtlich Turbinenschwingungen. Das ist nicht neu, Probleme mit der Turbine begleiten die Geschichte des tschechischen Atommeilers seit seiner Zündung", erinnern Gabriele Schweiger und Roland Egger an zahlreiche Notabschaltungen auf Grund von Turbinenvibrationen.

"Dass diese immer wiederkehrenden Schwierigkeiten auf grundsätzliche Konstruktionsschwächen hinweisen, konnte nie von der Hand gewiesen werden. Beim heutigen Zwischenfall mutmaßen die Techniker allerdings, die unverhältnismäßigen Turbinenschwingungen seien auf Grund von Schwankungen der Außentemperatur zustande gekommen. Befremdlich, denn signifikante Temperaturunterschiede innerhalb kurzer Zeit sind in unseren Breiten wohl keine Seltenheit, technische Komponenten in Risiko-Anlagen müssen entsprechend ausgelegt sein!", kritisieren Schweiger und Egger.

"Besonders im Hinblick auf die Klimaveränderung, die zweifelsfrei immer extremere Wetterbedingungen hervorrufen wird, stellt sich die Frage einer generellen Neubewertung! Gerade jetzt, wo der Temelin-Betreiber CEZ nach dem bevorstehenden Ablauf der ursprünglichen Betriebsgenehmigung drastische Laufzeitverlängerung auf mindestens 60 Jahre vorbereitet, muss und kann gehandelt werden: Der Europäische Gerichtshof kam kürzlich zu dem Urteil, dass Laufzeitverlängerungen alter AKW einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden müssen. Es ist also dringend notwendig, dass die österreichische Bundesregierung auf Basis dieser Präzedenz-Rechtsprechung umgehend ein Verfahren einfordert!", verlangen Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019


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26.09.19 atomstopp: Klimawandel darf kein Türöffner für Renaissance der Atomkraft werden
Weltweiter Klimastreik-Tag – die Anti-Atom-Bewegung ist mit dabei
Image804 Abertausende, vor allem junge Menschen, werden heute wieder im Zeichen des Klimaschutzes durch die Straßen ziehen, weltweit in schier unüberschaubar vielen Städten auf der ganzen Erde. Auch in Linz – atomstopp wird hier mit dabei sein.

"Unter dem Motto atomstopp_for future wollen wir uns solidarisch erklären mit der völlig zu Recht aufgeweckten, besorgten Jugend, die gegen eine viel zu laxe Klimapolitik aufbegehrt. Das Versäumnis der Regierenden, zukunftstaugliche Maßnahmen gegen den immer rascher fortschreitenden, vom ungebremsten Wirtschaftswachstum verursachten Klimawandel zu setzen, ist nicht entschuldbar. Die Proteste dagegen verdienen jede Unterstützung und die werden wir einbringen!", kündigen Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich an.

"Es ist aber ist nicht nur die Solidarität, die uns antreibt, es gibt auch noch einen anderen Grund: Absurderweise versucht nämlich ausgerechnet die Atomindustrie, sich als Klimaretter ins Spiel zu bringen. Doch das propagierte Potenzial der Atomkraft als Lösung gegen die Klimazerstörung basiert auf falschen, verlogenen Versprechungen. Wir fühlen uns verpflichtet, das Wissen um diese Lügen der Atomlobby in den Diskurs einzubringen. Es muss von vornherein verhindert werden, dass jugendliche Aktivist_innen, für die Erfahrungen wie der Kampf gegen Zwentendorf oder der SuperGAU in Tschernobyl bestenfalls Einträge im Geschichte-Lehrbuch sind, auf Propaganda der Atomwirtschaft hereinfallen könnten! Atomkraft ist kein Klimaretter, AKW als KLIMASCHUTZ? NEIN DANKE! Unsere Pappschilder stehen bereit, die Flugzettel mit einem kurzgefassten Argumentarium auch. Der Marsch kann beginnen!", versichern Schweiger und Egger abschließend.

Hier kann unsere laufende Petition unterzeichnet werden – AKW als KLIMASCHUTZ? NEIN DANKE!

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019



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Aktuelle News und Studien weltweit

• 9. Oktober 2019: AKW-Neubau in Flamanville noch teurer und länger - EDF unter Druck (Informationen auf Englisch)
Artikel Reuters, Artikel Bloomberg

• 24. September 2019: Kernenergie ist zu langsam und zu teuer um das Klima zu retten, Reuters (Englisch)

• 24. September 2019: World Nuclear Industry Status Report (Englisch)

• 21. September 2019: Bedeutung der Atomkraft sinkt weltweit, Spiegel

• 10./11. September 2019: Mehrfach Probleme mit Frankreichs AKW (Informationen auf Englisch)
Artikel 1 Reuters, Artikel 2 Reuters, Pressemeldung Framatome, Artikel Bloomberg

• 10. September 2019: Japan erwägt, radioaktives Wasser von Fukushima im Pazifik zu entsorgen, Standard

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