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10.12.19 atomstopp: Klimaschutz mit AKW? So ein Schmäh!
Europäischer Green Deal funktioniert nur ohne Atomkraft!
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Am 11. Dezember stellen in einer Sonderplenarsitzung des Europäischen Parlaments Ursula von der Leyen und Frans Timmermans den „Europäischen Green Deal“ vor.

"atomstopp_oberoesterreich appelliert – unterstützt durch hunderte schriftliche Bekundungen aus ganz Österreich – an die Spitze der neuen EU-Kommission: Atomkraft darf kein klimatauglich-Pickerl bekommen! Und in diesem Zuge muss EURATOM, die Grundlage für die Privilegierung der Atomindustrie in Europa entmachtet werden. Noch im April 2019, in der letzten Phase ihrer Amtszeit, kam die letzte EU-Kommission in einer Mitteilungen zum Schluss, dass der EURATOM-Vertrag in seiner immer noch unveränderten rechtlichen Form und inhaltlichen Zielsetzung aus 1957 infrage gestellt werden muss. Wir fordern die neue EU-Kommission auf, in nächster Konsequenz auf die gänzliche Abschaffung von EURATOM zu drängen!", erklären Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich. Die aktuell eingelangten Unterschriften wurden an die Kommission übermittelt.

"Der Klimawandel, den es einzudämmen gilt, steht nicht vor dem Tor, der steht schon mitten im Haus. Atomreaktoren, in welcher Form auch immer, sind längst als experimentelle Sackgasse entlarvt. Selbst wenn man von allseits bekannten Risiken, vom ungelösten Problem der Endlagerung hochradioaktiver Abfällen absehen würde: Der Bau von Atomkraftwerken kann niemals in relevanter Größenordnung umgesetzt werden, um zeitgerecht die nötige Energieversorgung zu gewährleisten. Die Kapazität dafür steht schlicht nicht zur Verfügung, egal ob in Europa, den USA oder selbst im derzeit noch weltweit AKW-baufreundlichsten Staat China. Zu glauben, den Anteil der globalen Energieversorgung von aktuell gerade mal 4,4% derart steigern zu können, ist einfach nur absurd. Jeder Euro, jeder Dollar, jeder Yuan der in Atomkraft investiert wird, ist somit doppelt verprasst: Die Aufheizung des Kimas wird nicht eingedämmt, Budgetmittel für Klimaschutz mit schneller und nachhaltiger Wirkung gehen verloren", so Schweiger und Egger.

"Schnell und nachhaltig können nur Erneuerbare Energien funktionieren, gepaart mit einem cleveren Augenmerk auf Energie-Einsparung, verbesserter Effizienz- u. Speichertechnik. Die neue Kommission der Europäischen Union ist dringend aufgefordert, genau solchen Maßnahmen den finanziellen Weg zu bereiten", fassen Schweiger und Egger abschließend zusammen.

>> Appell hier unterstützen:

EURATOM, der völlig anachronistische Vertrag der Europäischen Atomgemeinschaft muss entmachtet werden! Der Atomindustrie muss endlich ihr wirtschaftlicher, demokratieferner Schutzbereich entzogen werden. Was wir in Europa stattdessen brauchen sind übergeordnete, verbindliche und transparente Regulative für
- angemessene Haftungspflicht für AKW Betreiber
- konkrete Laufzeitbegrenzungen alter Reaktoren
- Ende der Finanzierungshilfen für den Bau neuer AKW
- supranationale Überprüfungsinstanz statt willkürlicher Einschätzungen durch nationale Behörden


Rückfragen an:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019
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28.11.19 atomstopp: Atomkraft als Klimaschutz völlig untauglich!
EU-Kommission will Atomkraft als Klimaschutz empfehlen – Österreich kann die Verankerung dieses Vorschlags im morgigen Wettbewerbsrat effektiv verhindern!
"Es ist nur konsequent und deshalb unterstützenswert, wenn Österreich das künftige EURATOM-Programm blockieren will: Atomkraft sei klimaneutral, heißt es darin und mit den Klimazielen vereinbar. Die EU-Kommission verkennt damit die Fakten völlig: Atomenergie ist nicht nur zu dreckig, sondern auch zu teuer und viel zu langsam – und somit ein ganz und gar untaugliches Mittel, um dem Klimawandel beizukommen. Offensichtlich entstammt dieser Vorstoß 1:1 dem Propaganda-Schema diverser Atomlobbyisten, denn mit logischen, wissenschaftlichen Argumenten lässt sich die Bewertung auf keinen Fall belegen", erklären Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich im Bezug auf den derzeit laufenden EU-Wettbewerbsrat, wo am Freitag auch das EURATOM-Programm ab 2021 auf der Agenda steht.

"Der hanebüchene Vorschlag der Kommission, Atomkraft als Klimaretter zu empfehlen, befeuert geradezu die Atomphantasten Europas, ihre Ausbaupläne weiterzuspinnen. Bereits Anfang dieser Woche hatte der tschechische Industrieminister Havlicek verlautet, der Bau eines neuen Blockes in Dukovany als Fahrplan in eine emissionsfreie Energiewirtschaft wäre ganz im Sinne der Europäischen Kommission. Hier zeigt sich deutlich, welchen Schaden so ein Signal anrichtet: Nicht nur Finanzmittel werden mit solchen Spekulationen gebunden, sondern auch wertvolle Zeit wird verplempert, in der rasch realisierbare Maßnahmen für einen effizienten Klimaschutz umgesetzt werden könnten. Das ist völlig unverantwortlich, die Kommission macht sich so doppelt schuldig", zeigen sich Schweiger und Egger entrüstet.

"Wir fordern deshalb die Bundesregierung dringend auf, in dieser Frage hart zu bleiben, den vorliegenden Textentwurf abzuweisen und somit die Verankerung dieses Vorschlags effektiv zu verhindern!", so Schweiger und Egger abschließend.


Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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Aktuelle News und Studien weltweit

• 9. Oktober 2019: AKW-Neubau in Flamanville noch teurer und länger - EDF unter Druck (Informationen auf Englisch)
Artikel Reuters, Artikel Bloomberg

• 24. September 2019: Kernenergie ist zu langsam und zu teuer um das Klima zu retten, Reuters (Englisch)

• 24. September 2019: World Nuclear Industry Status Report (Englisch)

• 21. September 2019: Bedeutung der Atomkraft sinkt weltweit, Spiegel

• 10./11. September 2019: Mehrfach Probleme mit Frankreichs AKW (Informationen auf Englisch)
Artikel 1 Reuters, Artikel 2 Reuters, Pressemeldung Framatome, Artikel Bloomberg

• 10. September 2019: Japan erwägt, radioaktives Wasser von Fukushima im Pazifik zu entsorgen, Standard

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