Atomenergie als Klimaretter? Nein danke!

Endlich spricht alle Welt über den Klimawandel. Dass darin ausgerechnet die Atomlobby eine neue Chance sieht, ist einfach nur perfid, denn mit ihren angeblich CO2-neutralen Atomkraftwerken will sie das Klima retten.

Ein Verlängerung des Atomzeitalters kann jedoch in keiner Weise einen Beitrag gegen die Klimazerstörung leisten - nicht mit dem Bau neuer Reaktoren und auch nicht mit der Laufzeitverlängerung alter Reaktoren.

Es ist wichtig, auch in der öffentlichen Diskussion entschieden gegen diese Tendenz aufzutreten und sattelfest dagegen argumentieren zu können. Einige der zahlreichen Gründe, warum es ein fataler Irrtum ist, jetzt auf Atomkraft zu setzen, haben wir hier kompakt zusammengefasst.

Auch die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat sich mit der Frage beschäftigt, ob AKW-Neubauten realisierbar sind. Sie hat eine sehr lesenswerte Kurzstudie veröffentlicht, die den Bau eines neuen Atomkraftwerks dem Ausbau von Photovoltaik gegenübergestellt.
>> zur Studie "Klimawandel und Atomkraftwerke" der Schweizerischen Energie-Stiftung SES

Das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) – eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland – hat die historischen, gegenwärtigen und zukünftigen Kosten und Risiken von Atomkraft untersucht und ist zu dem Schluss gekommen: „Zu teuer und gefährlich: Atomkraft ist keine Option für eine klimafreundliche Energieversorgung“. >> Zum Bericht des DIW Berlin

Atomkraft kann keinen Beitrag gegen die Klimazerstörung leisten, weil...

  • sie viel zu teuer ist.
    AKW in Europa konnten und können nur durch staatliche Förderungen und Strompreisgarantien finanziert werden - möglich dank der wirtschaftlich geschützten Privilegierung durch den EURATOM-Vertrag.
  • die Zeit dafür nicht reicht.
    Die Bauzeit von AKW ist extrem hoch (mindestens 10 Jahre) – ganz im Gegensatz zum Anteil der Atomkraft am weltweiten Energiebedarf, der bei unter 5% liegt.
    Zu teuer und zu langsam - das zeigen auch Beispiele wie der Neubau von Olkiluoto 3 in Finnland. Die tatsächliche Baudauer und Kosten übersteigen die geplanten um das x-fache, die geplante Inbetriebnahme wird seit 2009 immer weiter nach hinten verschoben.
  • ihr Ausbau den Betrieb Erneuerbarer Energien behindert.
    Die Produktion von Atomstrom lässt sich kaum regulieren. Unsere Stromnetze werden durch die behäbig regulierbare Grundlastenergie aus AKW geradezu verstopft und behindert die Einspeisung von Energie aus erneuerbaren Quellen.
  • die zerstörerischen Schäden beim Abbau von Uran und der Herstellung des Brennmaterials nicht in die CO2-Bilanz miteingerechnet werden.
    Vor allem arme, indigene Völker, die sowieso schon vom Klimawandel maximal betroffen sind, leiden ganz besonders darunter.
  • ihr raumfassendes menschenfeindliches Gefahrenpotenzial längst bewiesen ist.
    Tschernobyl, Fukushima und mehr Beispiele zeigen, dass Atomunfälle passieren und die Folgen fatal sind.
  • es bisher weltweit keine Lösung für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle gibt.
    Die Verantwortung für den strahlenden Müll wird einfach zukünftigen Generationen hinterlassen.
  • Atomkraft eigentlich militärischen Absichten - der Atombombe - geschuldet ist.
    Die friedliche Nutzung der Kernspaltung zur Energiegewinnung ist in Wahrheit nur ein Alibi für die Aufrechterhaltung der globalen Kriegsmaschinerie.

 

>> Unterschreiben Sie jetzt gleich online unsere Petition "AKW als Klimaretter? Nein Danke!"

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


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Argumente gegen die Atomenergie als Klimaretter, Video von .ausgestrahlt. Danke!
 
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