Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 28.11.2019

atomstopp: Atomkraft als Klimaschutz völlig untauglich!
EU-Kommission will Atomkraft als Klimaschutz empfehlen – Österreich kann die Verankerung dieses Vorschlags im morgigen Wettbewerbsrat effektiv verhindern!

"Es ist nur konsequent und deshalb unterstützenswert, wenn Österreich das künftige EURATOM-Programm blockieren will: Atomkraft sei klimaneutral, heißt es darin und mit den Klimazielen vereinbar. Die EU-Kommission verkennt damit die Fakten völlig: Atomenergie ist nicht nur zu dreckig, sondern auch zu teuer und viel zu langsam – und somit ein ganz und gar untaugliches Mittel, um dem Klimawandel beizukommen. Offensichtlich entstammt dieser Vorstoß 1:1 dem Propaganda-Schema diverser Atomlobbyisten, denn mit logischen, wissenschaftlichen Argumenten lässt sich die Bewertung auf keinen Fall belegen", erklären Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich im Bezug auf den derzeit laufenden EU-Wettbewerbsrat, wo am Freitag auch das EURATOM-Programm ab 2021 auf der Agenda steht.

"Der hanebüchene Vorschlag der Kommission, Atomkraft als Klimaretter zu empfehlen, befeuert geradezu die Atomphantasten Europas, ihre Ausbaupläne weiterzuspinnen. Bereits Anfang dieser Woche hatte der tschechische Industrieminister Havlicek verlautet, der Bau eines neuen Blockes in Dukovany als Fahrplan in eine emissionsfreie Energiewirtschaft wäre ganz im Sinne der Europäischen Kommission. Hier zeigt sich deutlich, welchen Schaden so ein Signal anrichtet: Nicht nur Finanzmittel werden mit solchen Spekulationen gebunden, sondern auch wertvolle Zeit wird verplempert, in der rasch realisierbare Maßnahmen für einen effizienten Klimaschutz umgesetzt werden könnten. Das ist völlig unverantwortlich, die Kommission macht sich so doppelt schuldig", zeigen sich Schweiger und Egger entrüstet.

"Wir fordern deshalb die Bundesregierung dringend auf, in dieser Frage hart zu bleiben, den vorliegenden Textentwurf abzuweisen und somit die Verankerung dieses Vorschlags effektiv zu verhindern!", so Schweiger und Egger abschließend.


Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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