Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 27.10.2016

atomstopp: Hatscherte Turbine verhindert volle Leistung in Temelin
Folgen der Turbinenvibrationen für sicheren Betrieb?

"Der Atomwirtschaft in Tschechien wächst offensichtlich grad alles über den Kopf: Während sich die Suche nach einem geeigneten Endlager für Atommüll ständig im Kreis dreht, läuft die Turbine im Block II des AKW Temelin alles andere als rund! Kommt der Reaktor wohl überhaupt nochmal aus der Reparaturphase heraus?", fragen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Der vor rund vierzehn Jahren gestartete Reaktor stand heuer schon mehrere Monate still und seit dem Anfahren Ende August ist es nicht gelungen, den Reaktor auf Volllast zu fahren. Block I ist derzeit ebenfalls wegen des Brennstoffwechsels vom Netz. Probleme mit den Turbinen waren bei beiden Reaktoren von Anfang an virulent. "Es scheint, dass das AKW Temelin für den Volllastbetrieb nur eingeschränkt geeignet ist. Selbst der Betreiber CEZ hat gestern eingestanden, dass dieser Zustand nicht länger tragbar ist und eine erneute Überprüfung der Turbine durch den Pilsener Hersteller Skoda gefordert.", so Schweiger und Egger.

Für Dezember wird deshalb eine weitere Außerbetriebnahme in Aussicht gestellt, um diese Arbeiten durchführen zu können. "CEZ sollte die Gelegenheit nutzen, sich auch um die offenen Sicherheitsfragen aus dem Melker Abkommen zu kümmern und kritisch die Frage stellen, ob und welche Auswirkungen die Turbinenvibrationen auf den sicheren Betrieb des Atomkraftwerks haben!", so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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