Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 29.09.2016

atomstopp: Hinkley Point C Deal ist finanzielles Desaster für Großbritannien
Areva als vertrauenswürdiger Partner längst disqualifiziert!

"Ein finanzielles Spektakel der Sonderklasse spielt sich derzeit vor den Augen derer ab, die die Entwicklungen in Sachen Atomkraft in Europa kritisch beobachten. Sehenden Auges stürzt sich die Britische Regierung in ein wirtschaftliches Desaster, den Pakt mit Avera über den Bau eines neuen Atomreaktors im englischen Somerset am Standort Hinkley Point. Nicht nur wegen der unerlässlichen Subventionierungen für die Realisierung des Projekts und die damit einhergehende Belastung der britischen Steuerzahler_innen auf viele Jahrzehnte hinweg, sondern auch, weil mit Areva ein ganz besonders unsicherer Partner für das Projekt ins Boot geholt wird.", so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

"Alle, die sich die Bilanz des französischen Erbauers - aktuell Flamanville in Frankreich und Olkiluoto 3 in Finnland - ansehen, müssen erkennen, dass bei den beiden Projekten alles, was schief gehen kann, auch schief geht: unfassbare Verteuerungen und zeitliche Verzögerungen, jede Menge Materialmängel. Areva hat sich als vertrauenswürdiger Partner längst doch disqualifiziert!", wundern sich Schweiger und Egger. "Gerade dieser Tage wurde noch dazu bekannt, dass TVO, also der finnische Partner, gegen Areva vor Gericht zieht - eben genau aufgrund der horrenden Vorgänge. TVO vermutet sogar, dass Areva das bereits um fast ein Jahrzehnt verzögerte Olkiluoto 3 fallen lassen könnte - zugunsten neuer Prestigeobjekte wie eben Hinkley Point C."

"Die britischen Verhandler wären also gut beraten, sehr genau darauf zu achten, ob der französische Partner Areva bei Vertragsabschluss nicht derweil im Rücken die Finger kreuzt! Besser allerdings wäre noch, vom Bauunternehmen generell Abstand zu nehmen und so gar nicht erst zu riskieren, am Ende mit einer Bauruine und einem Haufen Schulden dazustehen!", so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/ 23 93 019

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